Ausbilder/-in werden
Wissen weitergeben. Entwicklung begleiten. Zukunft mitgestalten.
Als Ausbilderin oder Ausbilder begleiten Sie junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben. Sie vermitteln fachliches Wissen, fördern persönliche Entwicklung und geben Orientierung im Arbeitsalltag.
Viele Menschen denken zunächst, dass der Weg zur Ausbilderin oder zum Ausbilder kompliziert ist. Tatsächlich sind die Voraussetzungen klar geregelt und der Einstieg oft einfacher als erwartet.
Hier erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, wie Sie den Ausbilderschein erwerben und welche Schritte auf dem Weg zur Ausbilderin oder zum Ausbilder auf Sie zukommen.
Ausbilderinnen und Ausbilder begleiten junge Menschen beim Einstieg ins Berufsleben. Sie vermitteln Fachwissen, unterstützen Lernprozesse und fördern die persönliche Entwicklung ihrer Auszubildenden.
Bevor Sie starten, lohnt sich ein Blick auf die Aufgaben und Anforderungen der Rolle:
- Was bedeutet es, Ausbilder/-in zu sein?
- Passt die Aufgabe zu meinem Arbeitsalltag?
- Wie kann mich mein Unternehmen unterstützen?
Gut zu wissen:
Offenheit, Selbstreflexion und Freude daran, Wissen weiterzugeben, sind wichtige Voraussetzungen für diese Rolle.
Wer ausbilden möchte, muss persönlich geeignet sein. Dazu gehören Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und ein respektvoller Umgang mit jungen Menschen.
Gut zu wissen:
Persönliche Eignung bedeutet auch, offen für unterschiedliche Menschen, Lernwege und Perspektiven zu sein sowie das eigene Handeln regelmäßig zu reflektieren.
Formale Voraussetzung:
Es dürfen keine schwerwiegenden oder wiederholten Verstöße gegen Vorschriften der Berufsausbildung vorliegen.
Neben der persönlichen Eignung benötigen Sie die erforderliche fachliche Qualifikation.
Diese wird in der Regel nachgewiesen durch:
- einen anerkannten Berufsabschluss oder ein fachlich passendes Studium
- einschlägige Berufserfahrung im Ausbildungsbereich
Unsicher?
Ihre regionale IHK unterstützt Sie dabei, Ihre individuellen Voraussetzungen einzuordnen.
Im nächsten Schritt bereiten Sie sich gezielt auf Ihre Rolle als Ausbilder/-in vor. Dazu absolvieren Sie eine Qualifizierung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO), auch „AdA-Schein“ genannt.
Im Vorbereitungskurs beschäftigen Sie sich unter anderem mit:
- Planung und Organisation von Ausbildung
- Ausbildungsmethoden und Lernprozessen
- Kommunikation und Feedback
- Ihrer Rolle als Begleiter/-in und Ansprechperson
Das Gute:
Die Qualifizierung kann berufsbegleitend absolviert werden.
Nach Abschluss der Qualifizierung legen Sie die Ausbildereignungsprüfung ab.
Diese besteht aus:
- einem schriftlichen Prüfungsteil
- einer praktischen Aufgabe
Dabei zeigen Sie, dass Sie Ausbildung fachlich und pädagogisch kompetent gestalten können.
Nach bestandener Prüfung erhalten Sie Ihren Ausbilderschein (AdA-Schein).
Mit dem Ausbilderschein können Sie aktiv in die Ausbildung einsteigen.
Zu Ihren Aufgaben gehören unter anderem:
- Lernprozesse planen und begleiten
- Wissen und Fertigkeiten vermitteln
- Feedback geben und Entwicklung fördern
- Auszubildende im Berufsalltag unterstützen
Was Sie erwartet:
- abwechslungsreiche Aufgaben
- Verantwortung für die Entwicklung junger Menschen
- die Möglichkeit, Fachwissen weiterzugeben
- persönliche und fachliche Weiterentwicklung
Wichtig:
Mit dem Ausbilderschein ist Ihr Weg nicht abgeschlossen. Gute Ausbildung entwickelt sich stetig weiter – genau wie die Menschen, die ausbilden.