EQR/DQR: Welchen Nutzen bringen die Qualifikationsrahmen?
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DQR: Die Lösung für Deutschland
In Deutschland hat man sich dazu entschieden, das acht-stufige System des EQR zu übernehmen und ebenfalls acht Stufen zu definieren. Die schulische Bildung wurde nicht mit aufgenommen, da sie in der Hoheit der Bundesländer liegt und über die Zuordnung kein für ganz Deutschland geltender Konsens erzielt werden konnte. Aktuell sieht der Deutsche Qualifikationsrahmen so aus (vgl. Grafik, zum Vergrößern bitte anklicken):
Welcher Abschluss hat welche Qualifikationsstufe?
Nicht alle in Deutschland erreichbaren Abschlüsse sind bereits dem Schema zugeordnet worden, aber viele! Jeder kann seinen Abschluss auf www.dqr.de suchen und hier erfahren, welcher Stufe die Qualifikation zugeordnet ist. Bei den neueren Zeugnissen der beruflichen Weiterbildung ist die DQR-Stufe bereits mit auf dem Zeugnis aufgeführt.
Nutzen für Unternehmen und Beschäftigte
Für Unternehmen: Wenn Firmen Mitarbeiter im EU- Ausland suchen oder Bewerber aus dem EU-Ausland eingeschätzt werden sollen, kann hierfür der EQR zu Rate gezogen werden.
Für Beschäftigte: Wer im europäischen Ausland arbeiten will, kann seinen potenziellen Arbeitgebern durch die Zuordnung seines Abschlusses zu DQR bzw. EQR ein präzises Bild des mitgebrachten Qualifikationsniveaus verschaffen. Das macht es einfacher, den passenden Job im Ausland zu bekommen.
Auch bildungspolitisch hat der DQR innerhalb Deutschlands bereits vielfältige Wirkungen erzielt: Die „Gleichwertigkeit“ von beruflicher und akademischer Bildung wurde in der Öffentlichkeit sichtbarer.
Industriemeister gleich Hochschulmaster?
Nein, das ist nicht so. So, wie der berufsfachliche Meister nicht das gleiche kann wie der Absolvent eines Masterstudiums im gleichen Themenfeld, so kann der Master operativ nicht das gleiche, was der Meister kann. Gleich sind jedoch ihre Qualifikationsniveaus entsprechend der Zuordnung im DQR bzw. EQR – auch wenn der eine verstärkt berufspraktische Kompetenzen, der andere eher wissenschaftliche Kompetenzen im gleichen Fachgebiet erworben hat. Genau das ist mit der Formulierung gemeint: „Die höhere Berufsbildung und die akademische Bildung sind gleichwertig“, aber nicht „gleichartig.“
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